Lehrer/innenfortbildung Nutzung der MIDI-Technologie · November 2002

Veröffentlicht: Pädagogisches Institut Graz 07.11.2002

Die Nutzung der MIDI- Technologie als Impuls für das Fach Technisches Werken – der I-CUBE DIGITIZER als schulrelevantes Beispiel

Inhalt

Durch den Einsatz der MIDI- Technologie im Technischen Werken entstehen neue Impulse für dieses Fach, da ja auch der neue Lehrplan viel Platz für eine zeitgemäße Weiterentwicklung offen lässt.

Es bietet sich der I- Cube Digitizer als schulrelevantes Gerät an, da dessen Hard- und Software sehr unaufwändig zu bedienen sind. Die Möglichkeiten dieses Gerätes sind sowohl im künstlerischen als auch in lebenspraktischen Bereichen nahezu uneingeschränkt. Deshalb bietet es ein hohes Maß an Freiheit und Vielfalt für Lehrer und Schüler. Die Palette reicht von lerntheoretischen Ansätzen über Verhaltensmodifikation bis hin zur Entfaltung von Kreativität. Der I- Cube Digitizer und dessen Technologie ist ein Filter zwischen der analogen und der digitalen Welt, wobei die Gewichtung der Sinnesorgane bei Auge, Ohr und Tastsinn liegt. Von der Handfertigkeit führt der Weg über das Auge zum Ohr. Das Endprodukt wird auf ähnliche Weise wahrgenommen. Das I- Cube Environment wird gesehen, betastet und gehört.

Was kann man mit dem I-Cube-System im Technischen Werken machen?

Werkstücke können über Schalter und Sensoren hörbar gemacht werden. Es geht um die gestalterische Einbeziehung des Ohres im Bereich technisches Werken. Es gilt hier Werkstücke und Installationen in allen Teilbereichen des technischen Werkens zu schaffen, die zusätzlich als Auslöser für computergenerierte Klänge, Geräusche und Sprache dienen. Es soll ein zusätzliches Erfolgserlebnis bzw. eine Belohnung über das Ohr angeboten werden. Es passiert eine Schulung des Gehörs und die Gestaltung von Produkten, Umräumen und technischen Beschaffenheiten kann durch Audioinformationen erweitert werden. Den Schülern wird klar, dass man beim audiounterstützten Berühren und Sehen das Werkstück intensiver oder anders wahrnimmt als ohne Audiounterstützung. Da die Schüler selbst die Klänge sammeln und unterstützend einsetzen sollen, könnte man bei ihnen eine Sensibilität für die auditive Umwelt und somit auch eine intensiver wahrgenommene gesamte Umwelt erreichen. Nicht nur in der Architektur spielen Klänge, Geräusche Lärm und Akustik eine große Rolle, sondern auch bei technischen und gestalterischen Aufgaben. Es könnten demnach klingende Modelle, elektronische Musikinstrumente oder Klangräume und technische Geräte, deren Funktion auch klanglich nachvollziehbar ist, in der Werkerziehung erzeugt werden. Ein leicht verständliches und relativ einfaches Potential aus den Bereichen der Elektronik, Informatik und Elektrotechnik läuft durch das Herstellen der Objekte immer mit und bildet ihre Basis.

Wie funktioniert das?

Die Werkstücke werden mit Schaltern und Sensoren präpariert. Der ausgelöste Schaltvorgang wird in einem Übersetzungsgerät (AD/DA Wandler) in MIDI- Informationen (Musikinformationen) umgewandelt. Das Werkstück wird somit zum MIDI- Objekt und dient als Auslöser für Klänge, Töne Geräusche oder Sprache. Das Übersetzungsgerät wird über die Software je nach Sensor oder Schalter eingestellt. Danach kann es unabhängig vom Computer eingesetzt werden.

Was braucht man dazu?

Diese Punkte wurden als Audiosamples mit dem Klangteppich abgerufen, um die Kolleg/inn/en mit einem MIDI- Objekt als „Lernplastik“ zu konfrontieren.


Präsentationstisch mit unterrichtsrelevanten MIDI-Objekten, dem ICS und einem Sampler.